S‑­Bahn-Aus­bau — Kor­ri­dor Nordost

S‑­Bahn-Aus­bau nach Neuhaus/Pegnitz und Sim­mels­dorf nicht län­ger vertrödeln

Pres­se­mit­tei­lung vom 1. De­zem­ber 2020

Für den Aus­bau des S‑­Bahn-Net­zes Nürn­berg nach Neuhaus/Pegnitz so­wie Sim­mels­dorf-Hüt­ten­bach liegt noch im­mer kei­ne Vor­pla­nung vor. Bis zum heu­ti­gen Ta­ge wur­de noch nicht mal ei­ne Pla­nungs­ver­ein­ba­rung ab­ge­schlos­sen. Dies hat die Nürn­ber­ger Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Tes­sa Gan­se­rer letz­te Wo­che auf ih­re Land­tags­an­fra­ge er­fah­ren. Dar­in teil­te die Staats­re­gie­rung mit, sie drän­ge „die Deut­sche Bahn seit län­ge­rem für die Aus­wei­tung der S‑­Bahn-In­fra­struk­tur auf dem Sek­tor Nord­ost ei­ne zeich­nungs­rei­fe Pla­nungs­ver­ein­ba­rung vor­zu­le­gen.“ „Vor­nehm for­mu­liert ist die­se Aus­sa­ge das Ein­ge­ständ­nis der ei­ge­nen Un­tä­tig­keit“, kom­men­tiert Ganserer.

Denn be­reits am 29. Ja­nu­ar 2018 teil­te die Staats­re­gie­rung dem Land­tag auf den Be­schluss vom 29. März 2017 mit: „Die Staats­re­gie­rung hat ent­schie­den, dass die Vor­pla­nung für den S‑­Bahn-Aus­bau im Kor­ri­dor Nord­ost so schnell wie mög­lich er­fol­gen soll.“ In die­sem Be­richt heißt es wei­ter: „Es wur­de ver­ein­bart, dass die S‑­Bahn-Pla­nung in die be­reits an­ge­lau­fe­ne Vor­pla­nung für das Be­darfs­plan­pro­jekt in­te­griert wer­den soll, oh­ne dass dies bei letz­te­rer Ver­zö­ge­run­gen verursacht.“

Es ist höchs­te Ei­sen­bahn für neue und mo­der­ne An­ge­bo­te. Wer ei­ne schnel­le S‑Bahn in der öst­li­chen Me­tro­pol­re­gi­on Nürn­berg will, der soll­te nicht im Schne­cken­tem­po dar­an ar­bei­ten.“ , so der Lau­fer Kom­mu­nal­po­li­ti­ker Be­ne­dikt Bisping. Seit vie­len Jah­ren war­tet die Öf­fent­lich­keit mit größ­ter Ge­duld auf mehr Zü­ge und at­trak­ti­ve Hal­te­sta­tio­nen. Es sind wert­vol­le Jah­re der Pla­nung und Ab­stim­mung ver­bum­melt wor­den. Längst hät­ten auch schon kon­kre­te Maß­nah­men ent­lang der Tras­se ge­star­tet wer­den kön­nen, wie bei­spiels­wei­se die Bar­rie­re­frei­heit. Je­der Tag oh­ne ei­ne mo­der­ne S‑­Bahn-Pla­nung sind ver­lo­re­ne Zei­ten und brem­sen die all­seits ge­for­der­ten neu­en Mo­bi­li­täts­an­ge­bo­te so­wie Kli­ma­schutz­pro­jek­te aus statt sie zu fördern.

Um den drin­gend er­for­der­li­chen Aus­bau der kli­ma­freund­li­chen Schie­nen­in­fra­struk­tur auf das Gleis zu set­zen, muss das Schwar­ze-Pe­ter-Spiel der Staats­re­gie­rung mit der Deut­schen Bahn und dem Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um end­lich be­en­det wer­den.“, so Ganserer.

Un­ter­stüt­zung er­fährt sie da­bei von ih­rem Par­tei­kol­le­gen und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ste­fan Schmidt aus der Ober­pfalz. Die­ser will nun das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um in die Pflicht nehmen.
In sei­ner An­fra­ge an die Bun­des­re­gie­rung als Ver­tre­te­rin der Ei­gen­tü­mer der Deut­schen Bahn for­dert Schmidt ei­ne kla­re Ant­wort, wann die Pla­nungs­ver­ein­ba­rung für den Aus­bau der S‑­Bahn-In­fra­struk­tur im Kor­ri­dor Nord­ost vor­ge­legt wird.

An­fra­ge zum Ple­num von Tes­sa Gan­se­rer MdL vom 24.11.2020

Schrift­li­che Fra­ge von Ste­fan Schmidt MdB vom 27.11.2020

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