Nach­hal­tig­keit ist für uns Leit­li­nie und Kom­pass der Politik

Par­la­men­ta­ri­scher Bei­rat für nach­hal­ti­ge Entwicklung

 

Der Deut­sche Bun­des­tag hat in sei­ner 17. Ple­nar­sit­zung den Par­la­men­ta­ri­schen Bei­rat für Nach­hal­tig­keit (PB­nE) für die 20. Wahl­pe­ri­ode neu eingesetzt.

Als Voll­mit­glie­der sind für die Frak­ti­on Bünd­nis 90/ Die Grü­nen Ste­pha­nie Ae­ff­ner, Tes­sa Gan­se­rer und Jo­han­nes Wag­ner be­nannt. Stellvertreter*innen sind Ma­ik Au­ßen­dorf,  Ka­tha­ri­na Beck und Swant­je Michaelsen.

Für Tes­sa Gan­se­rer als stu­dier­te Förs­te­rin ist Nach­hal­tig­keit An­sporn und Richt­schnur für po­li­ti­sches Handeln:
“Der Be­griff der Nach­hal­tig­keit kommt ur­sprüng­lich aus der Forst­wirt­schaft, der Er­fin­der der forst­li­chen Nach­hal­tig­keit Hans Carl von Car­lo­witz war Ober­berg­haupt­mann des Erz­ge­bir­ges. Der Reich­tum und Wohl­stand des da­ma­li­gen Kur­fürst­li­chen Sach­sen wur­de vom Berg- und Hüt­ten­we­sen ge­tra­gen, wo­für im­mense Men­gen Holz als Bau- und Brenn­stoff be­nö­tigt wur­den. Car­lo­witz‘ Be­stre­ben war, mit ei­ner ge­re­gel­ten Forst­wirt­schaft auch für zu­künf­ti­ge Ge­nera­tio­nen die Ver­sor­gung mit Holz und da­mit die Grund­la­ge für wirt­schaft-li­ches und so­zia­les Wohl­erge­hen zu si­chern. Sei­ne so­zia­le und öko­no­mi­sche Weit­sicht ha­ben ein öko­lo­gi­sches Han­deln zwin­gend not­wen­dig er­schei­nen las­sen. An die­se frü­he Ver­knüp­fung von Öko­lo­gie, Öko­no­mie und So­zia­lem möch­te ich mit mei­ner Ar­beit im Par­la­men­ta­ri­schen Bei­rat für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung anknüpfen.“

 

Der PB­nE hat ei­ne lan­ge His­to­rie, die ers­te Ein­set­zung war be­reits 2004 zur Zeit der rot-grü­nen Ko­ali­ti­on. Seit­dem be­mü­hen sich Parlamentarier*innen dar­um, die Nach­hal­tig­keit vor­an­zu­trei­ben. Auch in die­ser Le­gis­la­tur wird das Gre­mi­um wie­der zu­sam­men­kom­men und für die Um­set­zung nach­hal­ti­ger Po­li­tik kämpfen.

Ei­ne der wich­tigs­ten Auf­ga­ben des PB­nE ist es, die erst­mals im Jahr 2002 ge­fass­te deut­sche Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie (DNS) zu be­glei­ten. Seit im Jahr 2016 die 17 glo­ba­len Nach­hal­tig­keits-zie­le der Ver­ein­ten Na­tio­nen (Sus­tainab­le De­ve­lo­p­ment Goals – SDGs) in Kraft tra­ten, sind die­se der Maß­stab für nach­hal­ti­ges po­li­ti­sches Han­deln auch in Deutsch­land. Die Nach­hal­tig­keits-stra­te­gie wur­de 2016 um­fas­send wei­ter­ent­wi­ckelt und bil­det für je­des SDG Zu­stand und po­li­ti­sche Ziel­set­zun­gen ab.

Au­ßer­dem be­glei­tet der PB­nE die Nach­hal­tig­keits­po­li­tik auf eu­ro­päi­scher und in­ter­na­tio­na­ler Ebe­ne, ins­be­son­de­re mit Be­zug zum eu­ro­päi­schen Grü­nen Deal und auf Ebe­ne der Ver­ein­ten Na­tio­nen. Auch the­ma­tisch ist der PB­nE sehr viel­sei­tig. Er setzt sich mit Nach­hal­tig­keit in ver­schie­dens­ten The­men­fel­dern aus­ein­an­der: von So­zi­al­po­li­tik und Ge­sund­heit über Ver­kehr und Di­gi­ta­li­sie­rung bis hin zu in­ter­na­tio­na­ler Po­li­tik. Die Be­son­der­heit des PB­nE und sei­ne Stär­ke ist es, dass er frak­ti­ons­über­grei­fend ar­bei­tet. Die Be­schlüs­se des PB­nE wer­den von al­len de­mo­kra­ti­schen Par­tei­en im Bun­des­tag ge­mein­sam getragen.

Die Bun­des­tags­re­de von Tes­sa in Ton + Bild

Mehr In­for­ma­tio­nen zur Tä­tig­keit des Par­la­men­ta­ri­schen Bei­rats für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung.

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