Die Grünen-Landtagsabgeordnete Tessa Ganserer fordert eine höhere Beschäftigungsquote für Menschen mit Behinderung

Men­schen mit Be­hin­de­rung im Öf­fent­li­chen Dienst besserstellen

Tes­sa Gan­se­rer for­dert hö­he­re Be­schäf­ti­gungs­quo­te und mehr Mit­tel für bar­rie­re­frei­es Arbeitsumfeld

Pres­se­mit­tei­lung vom 28. De­zem­ber 2020

Mün­chen (28.12.2020/vlu). Die Land­tags-Grü­nen wol­len Men­schen mit Be­hin­de­rung im Öf­fent­li­chen Dienst mehr Chan­cen bie­ten, da­für set­zen sie sich mit ei­nem An­trags­pa­ket ein. „Es ist längst über­fäl­lig, dass wir Men­schen mit Be­hin­de­run­gen im Öf­fent­li­chen Dienst mehr Chan­cen er­öff­nen und op­ti­mal aus­ge­stat­te­te Ar­beits­plät­ze an­bie­ten“, er­klärt Tes­sa Gan­se­rer, stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de im Aus­schuss für Fra­gen des öf­fent­li­chen Diens­tes. „Mit un­se­rem Maß­nah­men­bün­del pa­cken wir meh­re­re zen­tra­le Pro­blem­be­rei­che an.“

Der ers­te An­trag for­dert die Söder-Re­gie­rung auf, den jähr­li­chen Be­richt über die Be­schäf­ti­gung schwer­be­hin­der­ter Men­schen auf­zu­wer­ten. Die­ser be­schränkt sich bis­her vor al­lem auf Da­ten zur Über­prü­fung der ge­setz­li­chen Be­schäf­tig­ten­quo­te. „Das reicht nicht, nur die An­zahl der be­schäf­tig­ten Men­schen mit Be­hin­de­run­gen zu be­ur­tei­len“, macht Tes­sa Gan­se­rer klar. „Wir wol­len auch wis­sen, ob der Frei­staat das Nö­ti­ge be­reit­stellt, um ih­nen Teil­ha­be zu er­mög­li­chen. Des­we­gen müs­sen auch qua­li­ta­ti­ve Aspek­te ab­ge­fragt wer­den, et­wa zur Bar­rie­re­frei­heit von Dienst­ge­bäu­den und Ar­beits­plät­zen.“ Wei­ter for­dern die Land­tags-Grü­nen die sta­gnie­ren­de Be­schäf­ti­gungs­quo­te von Men­schen mit Be­hin­de­run­gen im Öf­fent­li­chen Dienst zu er­hö­hen und die An­zahl der Stel­len, die bei Neu­ein­stel­lun­gen Schwer­be­hin­der­ten vor­be­hal­ten sind, zu ver­drei­fa­chen. Zu­dem set­zen sie sich für ein bes­se­res Ar­beits­um­feld ein, mit aus­rei­chen­den Mit­teln im Haus­halt für bar­rie­re­frei aus­ge­stat­te­te Ar­beits­plät­ze und ei­ner zu­ver­läs­si­gen bar­rie­re­frei­en Informationstechnik.

Ei­ne sehr trau­ri­ge Fol­ge der Co­ro­na-Pan­de­mie ist, dass sie Men­schen mit Be­hin­de­rung auf dem Ar­beits­markt be­son­ders stark trifft. Vie­le ha­ben ih­ren Job ver­lo­ren*“, sagt Tes­sa Gan­se­rer. „Der Frei­staat als Ar­beit­ge­ber muss jetzt ei­ne Vor­bild­funk­ti­on ein­neh­men. Doch statt­des­sen sta­gniert der An­teil schwer­be­hin­der­ter Be­schäf­tig­ter seit Jah­ren. Das ist ein Ar­muts­zeug­nis. Wir brau­chen ei­ne Trend­um­kehr, die Quo­te muss steigen!“

* https://www.aktion-mensch.de/inklusion/arbeit/zahlen-daten-fakten.html

An­trags­pa­ket zu Men­schen mit Be­hin­de­rung im Öf­fent­li­chen Dienst bes­ser­stel­len zum Download

Verwandte Artikel