Jeder Mensch hat das Recht auf eine selbstbestimmte Geschlechtsidentität.

Aus für „Ho­mo­hei­lung“ in Sicht!

Tes­sa Gan­se­rer über­zeugt CSU-FW-Land­tags­mehr­heit von Un­wirk­sam­keit und Schäd­lich­keit der Kon­ver­si­ons­the­ra­pi­en

Mün­chen (12.4.2019/hl). Dank der Hart­nä­ckig­keit der bun­des­weit ein­zi­gen tran­s­i­den­ten Ab­ge­ord­ne­ten Tes­sa Gan­se­rer rückt ein Ver­bot der so ge­nann­ten Ho­mo­hei­lung – al­so der um­strit­te­nen Kon­ver­si­ons­the­ra­pie für ho­mo- und trans­se­xu­el­le Men­schen – nä­her. Am Don­ners­tag for­der­te der So­zi­al­aus­schuss im Baye­ri­schen Land­tag die Lan­des­re­gie­rung mit gro­ßer Mehr­heit da­zu auf, „die Prü­fung ei­nes ex­pli­zi­ten Ver­bots von ‚Kon­ver­si­ons- und Re­pa­ra­tiv­the­ra­pi­en‘ durch die Bun­des­re­gie­rung zu ver­fol­gen und die Er­geb­nis­se die­ser Prü­fung in ih­rer künf­ti­gen Hal­tung mit zu be­rück­sich­ti­gen, so­wie sich auch wei­ter­hin ge­gen Stig­ma­ti­sie­rung von trans*Personen ein­zu­set­zen.“

Zu­vor hat­te der Ge­sund­heits­aus­schuss ei­nen ähn­lich lau­ten­den An­trag mit der Mehr­heit der CSU- und FW-Ab­ge­ord­ne­ten noch ab­ge­lehnt. Jetzt scheint – auch nach ei­ner Mei­nungs­än­de­rung in der Bun­des-CDU – ein Um­den­ken bei der Söder-Re­gie­rung ein­ge­setzt ha­ben. Tes­sa Gan­se­rer, queer­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Land­tags-Grü­nen, freut sich über die­se Ent­wick­lung: „Das ist end­lich ei­ne gu­te Per­spek­ti­ve für Ho­mo- und Trans­per­so­nen in Bay­ern. Of­fen­sicht­lich hat im Re­gie­rungs­la­ger ein Nach- und Um­den­ken ein­ge­setzt. Ich hof­fe und er­war­te, dass der Land­tag die­sem Vo­tum des So­zi­al­aus­schus­ses folgt. Es ist für Schwarz-Oran­ge die Ge­le­gen­heit, die pein­li­che Blo­cka­de­hal­tung der CSU-FW-Mehr­heit im Ge­sund­heits­aus­schuss zu hei­len. Kon­ver­si­ons­the­ra­pi­en sind für die Be­trof­fe­nen ei­ne ex­tre­me psy­chi­sche Be­las­tung und wis­sen­schaft­lich ab­so­lu­ter Mum­pitz.“

Der An­trag der Land­tags-Grü­nen wird nun aus den Aus­schüs­sen in das Ple­num des Baye­ri­schen Land­tags ver­wie­sen. Die Re­gie­rungs­par­tei­en deu­te­ten be­reits an, dass sie ihm zu­stim­men wer­den. „Mit Bay­ern hat der Vor­stoß des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ters und ei­ni­ger an­de­rer Län­der jetzt ein zu­sätz­li­ches star­kes Für­spre­cher­land im Bun­des­rat“, un­ter­streicht Tes­sa Gan­se­rer, „das Aus für die un­sin­ni­ge ‚Ho­mo­hei­lung‘ ist end­lich in Sicht!”

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