Tes­sa Gan­se­rer be­klagt in­trans­pa­ren­te Pla­nun­gen zur Auf­nah­me der
Kos­ten­er­stat­tung für PrEP in die Baye­ri­sche Beihilfeverordnung.

In der klei­nen An­fra­ge (An­fra­ge zum Ple­num) woll­te Tes­sa Gan­se­rer wis­sen, ob Bay­ern dem Land
Ber­lin fol­gen wird. Dort hat­te der Se­nat an­ge­kün­digt, dass die Kos­ten­er­stat­tung der
Prä­ex­po­si­ti­ons­pro­phy­la­xe, kurz PrEP, in die Lan­des­bei­hil­fe­ver­ord­nung über­nom­men wer­de. In der knap­pen Ant­wort (AzP AW PrEP Gan­se­rer) ver­wies das Staats­mi­nis­te­ri­um für Fi­nan­zen und Hei­mat auf die Zu­stän­dig­keit der Län­der in ei­nem fö­de­ra­len Staat, und dass mög­li­cher­wei­se in ei­nem Ent­wurf einer
Ver­ord­nungs­än­de­rung dar­über nach­ge­dacht wer­den kön­ne über ei­ne Er­stat­tung zu entscheiden.
Oh­ne über die Mei­nung Bay­erns Aus­kunft zu ge­ben, ver­weist die Ant­wort auf die Teil­nah­me des
Frei­staats an ei­ner bun­des­wei­ten Um­fra­ge zum Thema.
Die Ant­wort auf ei­ne klei­ne An­fra­ge der Ab­ge­ord­ne­ten Tes­sa Gan­se­rer be­wer­tet die queerpolitische
Spre­che­rin der Grü­nen Land­tags­frak­ti­on als in­halts­leer: „Sol­che Wi­schi­wa­schi-Aus­sa­gen schützen 
kei­nen Men­schen vor HIV.“
Ent­we­der die Staats­re­gie­rung möch­te ef­fek­tiv ge­gen HIV-Neu­in­fek­tio­nen vor­ge­hen oder eben nicht.
Doch of­fen­sicht­lich tut sich die baye­ri­sche CSU-Re­gie­rung schwer, sich aus der Ideo­lo­gie der 80er
Jah­re zu be­frei­en und ei­nem kon­struk­ti­ven Um­gang mit der Krank­heit zu finden.
Um Men­schen ef­fek­tiv vor HIV zu schüt­zen, müs­se die Kos­ten­er­stat­tung der 
Prä­ex­po­si­ti­ons­pro­phy­la­xe auch bei Staats­be­diens­te­ten von der Bei­hil­fe über­nom­men wer­den“, so
Ganserer.

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